Wanderungen mit Hund rund um Baden bei Wien, Niederösterreich

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Baden bei Wien ist eine Kurstadt, südlich der Hauptstadt, am Rande des Wienerwalds, welche nicht nur mit zahlreichen Schwefelquellen, sondern auch einer reizvollen Natur in der Umgebung aufwarten kann.

Da ich nun, als gebürtige Wienerin, seit 2014 in der schönen Biedermeierstadt wohne und mich hier sehr wohl fühle, möchte ich heute ein paar Wanderrouten mit euch teilen, die mit Hund empfehlenswert sind.

Die Stadt Baden

Durch ihre warmen Schwefelquellen hat Baden bereits eine lange Geschichte. Der wohltuende Effekt der Heilbäder wurde bereits zur Römerzeit erkannt und genutzt. Nach wie vor ist Baden einer der bedeutendsten Kurorte Österreichs und erfreut sich an den konstanten Besucherzahlen.

Die Kleinstadt zählte im Jahr 2018 ein wenig mehr als 26.200 Einwohner und bietet einiges für seine Bevölkerung als auch für Touristen. Das Stadt-Zentrum ist geprägt vom Biedermeier-Stil und lädt zum Flanieren und Verweilen ein.

Ob vom Hauptplatz, mit seiner Pestsäule, Richtung Theaterplatz und zum Casino beim Kurpark oder vom Josefsplatz über den Doblhoffpark zur Römertherme – zu entdecken gibt es überall etwas. Sowohl Geschichte (Beethoven war z.B. oft gesehener Gast) als auch Natur (das Rosarium im Doblhoffpark, der stets gepflegte Kurpark) oder Kultur (das Festival La Gacilly Photo findet von 1. Juni bis 30. September statt) – alle Geschmäcker werden abgedeckt und ein Besuch lohnt sich alle Mal.

Bilder von den Rosentagen im Doblhoffpark + Festival La Gacilly Photo 2018

Das alles sind bereits Gründe um nach Baden zu kommen, aber heute möchte ich euch die Umgebung rund herum ans Herz legen, da sich hier der Wienerwald von einer seiner schönsten Seite präsentiert.

Wanderroute 1: Kurpark – Kaiser Franz Josef Museum und retour

Bleiben wir mal in Stadtnähe! Wer nicht die absolute Ruhe und Abgeschiedenheit des Waldes sucht, wählt diese Strecke. Startend beim Casino und dem davor liegenden Kurpark, welcher zu jeder Jahreszeit gehegt und gepflegt wird. Hier können wir erkennen, warum Baden auch als sommerliche Kaiserstadt fungiert hat.

Nach den Stufen biegen wir rechts ab und steuern den Bellevue Platz an, um von dort die Aussicht zu genießen. Und dann geht es weiter stetig leicht bergauf und wir lassen den Kurpark hinter uns und tauchen in den Wald ein.

Bilder vom Kurpark + im Hotel At The Park

Das Kaiser Franz Josef Museum (kurz KFJ-Museum) mit seinem Café Blickweit ist immer wieder gut beschildert, dh. ein Verlaufen ist kaum möglich und viele Wege führen bekanntlich zum Ziel. Oben angekommen kann man sich bei Speis & Trank erfrischen & stärken, bevor man wieder den Rückweg antritt.

Wenn man nach der Wanderung noch einmal Lust auf eine Einkehr hat, können wir das Hotel At The Park empfehlen, da hier (wie aber auch in vielen anderen Cafés & Restaurants in Baden) Hunde gern gesehene Gäste sind.

Wanderung Kurpark – Kaiser Franz Josef Museum und retour | Niederösterreich

Tourdaten

Gehzeit: ca. 1:30 Stunden
Streckenlänge: 4,7 km
Aufstieg: 155 hm
Abstieg:
155 hm
Höchster Punkt: 352
 hm
Niedrigster Punkt:
 235 hm

Fakten:

  • Wanderung hauptsächlich auf Schotterwegen, später auf Waldwegen
  • stetige Steigung zum KFJ-Museum, leicht stetiger Abstieg zurück zum Ausgangspunkt
  • kein Bächlein zum Abkühlen – Wasser mitnehmen

Wanderroute 2: Rudolfshof – Kaiser Franz Josef Museum – Theresienwarte – Rudolfshof

Wer raus aus dem Zentrum möchte, kann eine ähnlich Tour machen. Allerdings ist hier der Ausgangspunkt der Parkplatz beim Restaurant Rudolfshof. Über den Marcellinenweg steuert man den Gamingerweg an, um zum Kaiser Franz Josef Museum zu gelangen und dort eventuell Rast im „Blickweit“ einzulegen.

Bilder von der Umgebung rund um den Rudolfshof

Nach der Stärkung geht es weiter bis man zur Theresienwarte am Richtberg kommt. Die Aussichtswarte wurde neu errichtet und im März 2016 eingeweiht. Mit ihrer Gesamthöhe von 18,48 m ist sie um ein paar Meter höher als der Vorgängerturm und bietet eine gute Aussicht auf Baden und das südliche Wiener Becken.

Wer mit Hund rauf möchte, sollte sich allerdings bewusst sein, dass Gitterstiegen zu bewältigen sind. Von dort geht es gemütlich bergab zurück Richtung Rudolfshof, wo man natürlich ebenso einkehren kann, wie beim KFJ-Museum.

Tourdaten

Gehzeit: ca. 1 Stunde
Streckenlänge: 3,1 km
Aufstieg: 106 hm
Abstieg:
106 hm
Höchster Punkt:
416 hm
Niedrigster Punkt:
 340 hm

Fakten:

  • Wanderung hauptsächlich auf Waldwegen
  • flache und steilere Stücke abwechselnd
  • Theresienwarte hat Gitterstiegen
  • kein Bächlein zum Abkühlen – Wasser mitnehmen

Wanderroute 3: Rudolfshof – Siegenfeld – Rudolfshof

Eine etwas weitere Tour, welche der Lieblingsmensch & ich vor 4 Jahren mit Che zurück gelegt haben, verläuft vom Rudolfshof (Baden) nach Siegenfeld. Die Strecke führt hauptsächlich durch den Wald bis auf das letzte Stück bevor man im Gasthaus Skilitz eintrifft.

Frühlingseindrücke rund um den Rudolfshof

Nach einer leckeren Stärkung geht es von dort auf fast gleichem Weg zurück zum Parkplatz beim Rudolfshof. Da man nur einmal ein kleines Bächlein quert, sollte man unbedingt Wasser zur Wanderung mitnehmen.

Tourdaten

Gehzeit: ca. 3:20 Stunden
Streckenlänge: 11,9 km
Aufstieg: 201 hm
Abstieg:
202 hm
Höchster Punkt:
451 hm
Niedrigster Punkt:
 334 hm

Fakten:

  • Wanderung hauptsächlich auf Waldwegen
  • flache und steilere Stücke abwechselnd
  • ein kleines Bächlein zum Abkühlen wird gequert – trotzdem Wasser mitnehmen

Wanderroute 4: Einöde – Rudolf Proksch Hütte und retour

Der Parkplatz in der Einöde-Pfaffstätten ist der optimale Startpunkt. Von dort aus gelangt man in ca. 15 Minuten über das kleine Kiental zu dem Naturdenkmal „Einödhöhle“. Eine im Mittelalter der Erdgeschichte entstandene Brandungshöhle, auf ungefähr 370 Meter Seehöhe, die 2 große und 3 kleine Tagöffnungen aufweist. Die Höhle ist frei zugänglich, allerdings sollte man den Winterschlaf der Fledermäuse zwischen Ende Oktober und Anfang Mai respektieren und in dieser Zeit nicht stören.
→ mache ich auf alle Fälle, da Fledermäuse, die einzigen Tiere sind bei denen ich ängstlich werde….

Die gesamte Route haben wir mal vor Jahren zu Sylvester zurückgelegt – natürlich ohne Hund. Im alten Jahr rauf auf die Rudolf Proksch Hütte (ohne Besuch der Höhlen), mit Freunden gegessen und angestoßen. Das Feuerwerk um Mitternacht auf der Klesheimwarte genossen und im neuen Jahr wieder runter.

Die Rudolf Proksch Hütte war 2 Jahre aufgrund einer Generalsanierung geschlossen, aber seit Mai 2017 wird sie wieder ganzjährig bewirtschaftet (Montag & Dienstag ist Ruhetag). Die Strecke ist mit dem lieben Vierbeiner gut zu bewältigen und im Frühjahr und Herbst sehr empfehlenswert.

Tourdaten

Gehzeit: ca. 1:15 Stunden
Streckenlänge: 2,8 km
Aufstieg: 254 hm
Abstieg:
250 hm
Höchster Punkt:
541 hm
Niedrigster Punkt:
 288 hm

Fakten:

  • Wanderung hauptsächlich auf Waldwegen
  • stetige Steigung zur Rudolf Proksch Hütte, leicht stetiger Abstieg zurück zum Ausgangspunkt
  • kein Bächlein zum Abkühlen – Wasser mitnehmen

Wanderroute 5: Hotel Sacher – Ruine Rauheneck – Königshöhle – Hauswiese – Hotel Sacher

Wenn man Baden Richtung Helenental verlässt, liegt linkerhand das Hotel Sacher und dahinter ein öffentlicher Parkplatz. Von dort aus, sollte man sich seinen Hund schnappen, mit Hilfe der Brücke die Schwechat überqueren und links auf das Wegerl im Helenetal einbiegen.

Bei der Eugenvilla* verlassen wir das Wegerl und erklimmen den Anstieg zur Burgruine Rauheneck. Die Burg wurde erstmals um 1130 in einer Urkunde erwähnt. Im Mittelalter wurde sie mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Sie diente dem Verkehrsweg durch das Helenental. Mehr Bilder von der Ruine könnt ihr in unserer Geschichte zum 4. Dezember sehen.

Bilder der Ruine Rauheneck zur Geschichte der Heiligen Barbara

Von dort geht es weiter vorbei an der Karlshöhle und zur 25 m tiefen Königshöhle. Durch ein 16 m breites und 3 m hohes Portal kann dieses Naturdenkmal betreten werden. Von dort geht es durch den Wald bergab auf 284 hm, um dann wieder die nordöstliche Seite der Badner Lindkogels bis auf 364 hm zu erklimmen.

Beim Abstieg streift man noch die kleine Burg Scharfeneck, bevor man wieder auf das Wegerl im Helenental trifft. Dort ist eine Abkühlung in der Schwechat für die Vierbeiner empfehlenswert. Die Hauswiese ist leider seit Ende 2017 geschlossen – ein Nachfolger für das heimelige Gasthaus wird noch immer gesucht.

*Wenn man bei der Eugenvilla weiter entlang der Schwechat geht, gelangt man direkt in die Hundefreilaufzone und hat dort guten Zugang zum Fluss.

Tourdaten

Gehzeit: ca. 1:35 Stunden
Streckenlänge: 4,8 km
Aufstieg: 207 hm
Abstieg:
207 hm
Höchster Punkt:
364 hm
Niedrigster Punkt:
 242 hm

Fakten:

  • Wanderung hauptsächlich auf Waldwegen
  • beginnend und endend mit einem flachen Stück entlang der Schwechat, wechseln sich dann Steigungen und Neigungen ab
  • Am Anfang und am Ende Abkühlung in der Schwechat möglich

Wanderroute 6: Cholerakapelle – Badner Lindkogel – Eugenvilla – Wegerl im Helenental

Weiter stadtauswärts findet man einen sehr großen Parkplatz gegenüber der Cholerakapelle. Die neu sanierte Fußgängerbrücke führt über die Schwechat. An der Antonsgrotte geht es vorbei direkt in den Wald hinein, entlang „der Hochwiesen“ zum Hochwiesenberg.

Der Badner Lindkogel kann umrundet, aber natürlich auch erklommen werden. Ein Stück hinter dem Jägerhaus geht es links hinauf um den Gipfel mit 582 hm zu erreichen. Über Königshöhle, Ruine Rauheneck und dem langen Stück am Wegerl im Helenental geht es mit kühler Erfrischung in der Schwechat zurück zur Cholerakapelle.

Tourdaten

Gehzeit: ca. 4 Stunden
Streckenlänge: 10,7 km
Aufstieg: 402 hm
Abstieg:
402 hm
Höchster Punkt:
582 hm
Niedrigster Punkt:
 240 hm

Fakten:

  • Wanderung hauptsächlich auf Waldwegen
  • beginnend mit einer konstanten Steigung bis zum Gipfel des Badner Lindkogel, gefolgt vom Abstieg bis man auf Höhe der Schwechat auf dem flachen Wegerl durchs Helenental zum Ausgangspunkt zurück wandert
  • Während der 2. Hälfte ist immer wieder ein Zugang zur Schwechat möglich
Hundefacts, die für alle Wanderungen rund um Baden gelten

  • Fast immer Wanderer mit und ohne Hund anzutreffen
  • Wildsichtung möglich, Spuren definitiv vorhanden

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