Urlaub und Wanderungen mit Hund im Almtal, Oberösterreich

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Vergangene Woche haben der Lieblingsmensch, Murphy, Archy und ich das Almtal besucht. In der Grünau fanden wir von Donnerstag bis Sonntag eine Unterkunft, obwohl wir uns erst Montags zu diesem Kurzurlaub entschlossen hatten.

Der Lieblingsmensch hat ein Händchen für schöne Orte und so konnten wir die paar Tage Auszeit vollends genießen. Ich hatte diese Naturjuwele, ehrlich gesagt, gar nicht am Radar, bin aber heilfroh, dass mein Schatz die Augen immer offen hält. 

Und nun lasst euch verzaubern!

Ankunft und Unterkunft im Almtal

Wir haben uns ja sehr kurzfristig zu diesem Urlaub entschlossen, was sonst eigentlich nicht der Fall ist. Darum hat sich die Suche als nicht ganz so einfach herausgestellt. Im Auge hatten wir das JUFA Hotel und den Forellenhof Wieselmühle, die aber beide zu unserem gewünschten Zeitpunkt ausgebucht waren. Wie es der Zufall so will, sind wir auf die Pension Grünauhof gestoßen, die, im Nachhinein gesehen, perfekt für uns war.

Die Anfahrt am super schwülen Donnerstag haben wir im klimatisierten Auto gar nicht als so heiß wahrgenommen und nach knappen 2 1/2 Stunden sind wir auch schon am Zielort eingetrudelt. Wir wurden mit einem geräumigen Zimmer inklusive Eckbalkon, der über 2 Türen zugänglich war, überrascht. Die beiden Türen gestatteten optimalen Luftzug und waren in den Nächten Gold wert.

Das renovierte Badezimmer erfüllte alle Ansprüche, die großzügige Sitzecke mit Tisch nutzten wir für unser Kamera Equipment & Co. Den Fernseher konnten wir sowohl von der Sitzecke sehen als auch ausgeklappt vom sehr bequemen Bett aus. Die Zweiercouch verwendeten wir kaum, eher als Ablage für Kleidung 😉

Das Frühstück war im Preis inkludiert und bot alles notwendige für einen guten Start in den Tag. Da die Terrasse des Hauses sehr heimelig war, entschieden wir uns an diesem Wochenende einfach „faul“ zu sein und auch das Abendessen vor Ort einzunehmen. Wir mussten nur beim Frühstück Bescheid geben.

Hundefreundlichkeit in der Pension Grünauhof

Bezüglich Hundefreundlichkeit möchte ich anmerken, dass wir nie schief angesehen wurden, wenn die Rabauken Murphy & Archy sich lautstark „zu Wort“ gemeldet haben. Die Ruhe im Almtal wurde doch das ein oder andere Mal von den beiden Hausmeistern unterbrochen 🙂

Bezüglich Ruhe möchte ich euch nicht vorenthalten, dass die Bahn ins Almtal durch Pfeifsignal bekannt gibt, wenn sie Bahnübergänge kreuzt. Für Personen, die 100% absolute Stille suchen, sei es darum hier angemerkt 😉

Als ganz großen Pluspunkt zähle ich, dass wir einmal um die Ecke gebogen sind (4 Gehminuten) und direkt an der Alm (Fluss) entlang spazieren konnten. Das Morgen- und Abendgassi war gesichert, schattig und kühl!

Die Alm → der Fluss

Angekommen, ausgepackt und los geht’s! Bei der Pension einmal links rum und geradeaus gelangen wir auch gleich direkt zum SEHR erfrischenden, glasklarem Wasser. Schotterbänke, mit weißem Kies & Steinen in allen Größen, sind öfter vorzufinden. Aber ein Stückchen weiter gegen den Strom finden wir einen kleinen Sandstrand. Die schwüle Hitze lässt mich nicht lange Überlegen: Schuhe aus und rein ins Nass! Boah, ist das kalt. Aber es tut gut.

Murphy und Archy machen es mir nach und kühlen sich erstmal ihre Pfoten. Nach dem „Cool Down“ marschieren wir in Richtung Grünau Ort. Auf dem schattigen Schotterweg geht es flach neben der Alm entlang und wir kommen kaum ins Schwitzen. Falls doch gibt es zahlreiche Möglichkeiten um sich nochmals abzukühlen. Brücken lassen einen auch immer wieder die Uferseite wechseln, wenn man möchte.

Verpflegung

D’Einkehr ist das Wirtshaus am Almfluss, wo wir gerne eingekehrt wären. Leider war auf der Infotafel angegeben, dass Donnerstag Ruhetag ist. Von daher haben wir uns nach der Wanderung einfach etwas vom örtlichen Supermarkt geholt. Jetzt beim Recherchieren habe ich allerdings herausgefunden, dass Montag und Dienstag Ruhetag ist. Schade…

Noch ein Stück Flussaufwärts, nahe dem Ortszentrum, finden wir eine weitere große Schotterbank inklusive Schatten der umliegenden Bäume. Dort wechsle ich zum Bikini und schmeiße mich komplett in die Fluten, was erstaunlicherweise leichter fällt, als länger nur mit den Füßen drinnen zu bleiben. Die beginnen nämlich flott zu stechen bei den knackigen 14° Celsius. Eine gratis Kneipp Kur quasi.

Die Erfrischung macht Spaß. Mir zumindest – Archy und Murphy finden es sicherer, wenn ich wieder an Land bin 😉 Zum Glück sind die beiden nicht zu mutig und bleiben in Randnähe, da die Strömung an gewissen Stellen sehr stark ist. Der Lieblingsmann findet die Alm für sein Empfinden zu kalt. Beine und Gesicht abzukühlen, reichen ihm.

Wissenswertes über die Alm

  • Die Alm hat ihren Ursprung im Almsee, fließt nordwärts und mündet nach 48 km in der Traun.
  • Der Gebirgsfluss führt auch im Sommer verhältnismäßig kaltes Wasser. Ungefähr 14° – 15° Celsius.
  • Der Name „Alm“ leitet sich aus dem Indogermanischen ab und bedeutet soviel wie „klares Wasser“.
  • Für Langstreckenwanderer gibt es eine 58km Tour „Genuss am Almfluss“ von Bad Wimsbach-Neydharting bis zum Almsee in Grünau im Almtal.

Der Almsee

Majestätisch liegt der Almsee am Nordende des Toten Gebirges. Die wundervolle Kulisse lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Türkis, Blau und Grün sind die vorherrschenden Farben in all ihren Schattierungen.

Wir schaffen es um 10:00 Uhr beim großen Parkplatz (kostenfrei) am Südufer anzukommen und machen uns gleich auf den Weg. Die Strecke zum See führt an verwunschenen Bachläufen und ihrer mystischen Landschaft vorbei. Ende Juni kreuzt auch einiges an Gletscherwasser unseren Weg.

Zu Beginn sind wir natürlich nicht alleine unterwegs, aber im Laufe der Zeit löst sich der kleine Bulk auf und wir können einsam dieses Juwel im Almtal genießen.

Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet bietet einiges an Flora und Fauna. Die Schwäne und Enten sind neugierig – es wird aber dazu angeraten sie nicht zu füttern. Fische gibt es in allen Größen und sind durch das kristallklare Wasser gut zu beobachten. Paddeln und Rudern ist erlaubt, Tauchen, Surfen, Segeln und Motorboote nicht.

Der Weg am Ostufer ist sowohl für Kinderwagen als auch für Hunde sehr tauglich, aber man sollte sich bewusst sein, dass das Wasser kalt ist. Der Gebirgssee erreicht auch im Sommer nicht mehr als 18°C, bleibt eher bei 15/16°C Wassertemperatur.

Ich hab mich trotzdem rein getraut. Bei so einem Wasser kann ich einfach nicht widerstehen.

Gemütlich und mit vielen Foto- und Entdeckungspausen sind wir bis zum Nordufer gewandert. Dort könnte man auch eine komplette Runde um den Almsee fortführen. Da das Westufer aber nicht so viele Wasserzugänge hat, eher in der Sonne und sehr Nahe der Zufahrtsstraße liegt, haben wir uns entschlossen einfach umzudrehen und auf gleicher Strecke zurück zu gehen.

Der Ausblick und die Umgebung wird einem definitiv nicht fad!!

Seht hier den Almsee in bewegten Bildern:

Einkehrmöglichkeit

Direkt beim großen Parkplatz am Südufer gibt es die Möglichkeit im Gasthaus Seehaus einzukehren und sich mit Blick auf den See zu stärken.

Das Jagersimmerl ist auch ein bekannter Name der Gegend, bietet allerdings seit Anfang 2018 nur mehr für Hotelgäste Bewirtung an.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann sich kurz vor der Ortseinfahrt Grünau rechterhand mit frischem Steckerlfisch belohnen.

Wissenswertes über den Almsee

  • Der Almsee liegt im oberösterreichischen Salzkammergut, genauer gesagt im Almtal.
  • Der Gebirgssee ist ungefähr 2km lang, 700m breit und 9m tief.
  • Der Zufluss ist der eiskalte Aggbach, weshalb der See auch im Sommer maximal 18° Celsius hat.
  • Vom Almsee führt die Alm bis zur Traun.
  • Der Almsee gilt als Natur- und Landschaftsschutzgebiet.

Wanderung Ostufer Almsee | Oberösterreich

Tourdaten

Tempo: langsam
Gehzeit: ca. 1:45 Stunden
Dauer: ungefähr 3:30 Stunden – wir haben ja einige Schwimm- und Planschpausen gemacht
Streckenlänge:
 6,7 km
Aufstieg: 22 hm
Abstieg:
22 hm
Höchster Punkt:
599 hm
Niedrigster Punkt:
 588 hm

Hundefacts:

  • Wanderung auf einfachem, flachen Schotterweg, hin und wieder kurze Holzbrücken zu überqueren.
  • Immer wieder Zugänge zum See um zu Trinken/Schwimmen oder ein kühlendes Bächlein quert den Weg.
  • Am Wochenende ein sehr beliebtes Ausflugsziel mit und ohne Hund, unter der Woche ist er ruhiger.
  • Keine Wildsichtung, aber Gerüche vorhanden.
  • Einige Wasservögel, Enten und Schwäne im Naturschutzgebiet Almsee zu beobachten.

Der Große & der Kleine Ödsee

Der Große Ödsee

Am Samstag machen wir uns auf den Weg zu den beiden Ödseen. Wir nehmen die Straße bis zum Almtalerhaus, parken aber am großen Parkplatz in der Nähe des großen Ödsees. Auf der Forststraße geht es stetig bergauf bis wir den idyllischen See erreichen.

An der Nordseite des Ufers entdecken wir noch einen kleinen Wasserfall und biegen dann rechts auf den Waldweg ab. Ein wenig Trittsicherheit ist hier schon gefragt, da das Wegerl eng, verwurzelt und mal auf & ab geht.

Nach einem nicht all zu langem Stück findet der Lieblingsmann eine kleine Bucht nur für uns allein. Da der große Ödsee doch wärmer als der Almsee ist, bin ich hier ganz schnell im Wasser und genieße die Abkühlung. Die Fischerl hier haben keine Berührungsängste, sind ziemlich neugierig und knabbern an meinen Zehen – ui, das kitzelt 🙂

Nach der einsamen Pause wandern wir auf einer abenteuerlichen Strecke um die Kurve und sichten eine große Badebucht, wo bereits einiges los ist. Der Wegweiser deutet uns erneut eine Forststraße zu nehmen, um zum kleinen Ödsee zu gelangen.

Der Kleine Ödsee

Wir wandern am Südufer entlang und genießen erneut die tollen, beruhigenden Farben, die uns die Natur bietet. Grün und Türkis in all seinen Facetten lassen uns den Alltagsstress abschütteln und erlauben einfach im hier & jetzt zu sein.

Murphy & Archy holen sich auch hier immer wieder eine Erfrischung im glasklaren Nass. Bei der letzten Bucht des südlichen Ufers halten wir uns leicht links und durch den Wald steuern wir die Zufahrtsstraße zum Almtalerhaus an.

Ort für eine Stärkung

An der Kreuzung biegen wir allerdings rechts ab, da wir unsere Jause bereits in der Badebucht gemampft haben. Links würde es zum Almtalerhaus gehen. Die Straße führt am eiskalten Straneggbach entlang. Da es kurz nach Mittag ist, kommen uns auch einige Fahrzeuge entgegen, denen wir aber gut ausweichen können.

Das letzte Stück ist hauptsächlich in der Sonne, daher kühlen sich Murphy & Archy immer wieder die Pfoten im Bach, bis wir unser Auto erreichen. Und während das Herrli dieses hundetauglich runterkühlt, relaxen wir noch weiter am Ufer.

Wissenswertes über die 2 Ödseen

  • Der Große & der Kleine Ödsee liegt in der Hetzau, einem Nebental des Almtals.
  • Die Hetzau wird vom Straneggbach durchfloßen.
  • Der Große Natursee ist ungefähr 500m lang und 27m tief.
  • Der Kleine Natursee hat eine Länge von circa 300m lang und ist 17m tief.
  • Der Zuflüsse sind alle unterirdisch, der Abfluss zum Straneggbach ebenso.
  • Der Große & der Kleine Ödsee gelten als Naturschutzgebiete.
  • Von Anfang Mai bis Mitte September ist die Zufahrtsstraße bis zum Almtalerhaus geöffnet.

Wanderung Großer & Kleiner Ödsee + Straneggbach | Oberösterreich

Tourdaten

Tempo: langsam
Gehzeit: ca. 1:10 Stunden
Dauer: ungefähr 2:20 Stunden – inklusive Foto- und Schwimmpausen
Streckenlänge:
 3,8 km
Aufstieg: 69 hm
Abstieg:
68 hm
Höchster Punkt:
737 hm
Niedrigster Punkt:
 668 hm

Hundefacts:

  • Die Wanderung beginnt auf einer Forststraße mit Anstieg.
    Um den Großen Ödsee führt ein enger, wurzeliger Weg mit Aufs und Abs – Trittsicherheit!
    Die beiden Seen sind wiederum durch eine Forststraße mit Anstieg verbunden.
    Der Weg an der Südseite des kleinen Ödsees ist wieder etwas enger und wurzelig, aber recht flach.
    Auf der Zufahrtsstraße zum Almtalerhaus wandern wir den Straneggbach flussabwärts entlang.
  • Zugänge zu den Seen sind immer wieder vorhanden.
  • Auch ein beliebtes Ausflugsziel mit und ohne Hund, aber weniger bekannt als der Almsee.
  • Keine Wildsichtung, aber viel Wald rundum.

Fazit

** Das Almtal hat es uns auf ganzer Ebene angetan und es gäbe hier noch eine Menge mehr zu erkunden.
Der Zuckerhut, der Kasberg und weitere Ausläufer des Toten Gebirges
bieten für Bergfreunde noch einige Ziele an.
Wir kommen auch bestimmt wieder! **

*** Die Bewertung über die Pension ist eine rein persönliche Einschätzung und Wahrnehmung.
Ich wurde nicht gebeten und nicht bezahlt, dies zu schreiben. Der Aufenthalt war einfach sehr erholsam und hundefreundlich, so dass ich es anderen Hundehaltern nicht vorenthalten möchte. ***

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