Urlaub mit Hund in Griechenland – über Aussteiger und Wanderungen

Im letzten Beitrag hat uns Martina über ihre 2.000 km lange Anreise zu ihrem Papa informiert. 
Heute berichtet sie uns über das griechische Aussteiger-Leben und was einen bei den Wanderungen im Umland so erwartet.

Die Aussteiger „Gemeinde“

Papa lebt in einem kleinen Dorf mit ungefähr 53 Einwohnern. Im letzten bewohnten Haus auf einem Berg, circa 2 bis 3 km von der Hauptstraße und dem Meer entfernt. Das klingt zwar nicht weit, es geht aber sehr steil und kurvenreich nach oben.

Es gibt hier eine kleine Gruppe „Aussteiger und Pensionisten“ aus, Deutschland, England, Holland, Frankreich u.w., die sich regelmäßig treffen, einander beistehen und viel gemeinsam unternehmen. Sie sind auch sozial engagiert und bemühen sich z.B. für die kleine Schule im Nachbarort.

Eine kleine, bunte, eingeschworene, lustige Truppe, auf die voller Verlass ist. Am Samstag wird regelmäßig gewandert, mit oder ohne Hunde. Am Sonntag ist Frühschoppen angesagt. Gemeinsames Weihnachtsessen und Silvester stehen natürlich auch am Programm.

Was findet man hier oben am Berg?

Natürlich ein Wahnsinns Panorama! Links reicht es von Kalamata, gerade übers Meer zum Taygetos Gebirge, welches im Moment mit Schnee bedeckt ist, bis rechts nach Koroni.

Hinter dem Haus beginnen Hügel, die hauptsächlich aus Olivenbäumen, Büschen, Steinen und undurchdringlichem Gestrüpp bestehen. Man kann sicher eine Stunde in eine Richtung gehen. Dann ist man zwar weiter oben, aber bis zum Horizont ändert sich das Bild der Landschaft nicht. Irgendwann auf der anderen Seite wäre dann wieder das Meer, so weit war ich aber noch nicht 😉

Was gibt es zu entdecken?

Wenn wir mit den Hunden spazieren gehen, gehen wir auf kleinen Wegen mit roter Erde zwischen den Bäumen durch bergab, bergauf. Das Meer ist immer zu sehen und der Strommasten vor dem Haus, zeigt uns in welche Richtung wir wieder zurück müssen. Oder wir orientieren uns an der kleinen, weißen St. Anna Kirche, die nicht weit vom Haus entfernt ist: diese ist zwischen den Olivenbäumen sehr weit sichtbar.

Die Hunde lieben diese Spaziergänge mit den neuen, ungewohnten, aufregenden Gerüchen und der anderen Vegetation als zuhause und Atlas liebt es immer wieder in die Ferne zu sehen.

Wilde Tiere

In der Nacht sind hier Wildschweine und Schakale anzutreffen, die wir aber unter Tags nie antreffen, nur die Spuren sehen, wo die Wildschweine den Boden umgegraben haben.
In der Nacht hören wir das Heulen der Schakale, was wohl sehr gewöhnungsbedürftig ist. Ich habe in meiner ganzen Zeit in Griechenland in den ganzen Jahren erst einen zu sehen bekommen. Sie sind sehr scheu und bleiben uns fern.

Unterwegs mit den Griechinnen

So gehen wir am Morgen eine Stunde und am Nachmittag meistens zwei Stunden in den Hügeln spazieren. Baby Emma und Selene (Papa’s zweiter Hund aus dem hiesigen Tierheim in Messini, deren Namen ich aussuchen durfte und mich für die Göttin des Mondes entschieden habe) laufen immer voran.

Als richtige Griechinnen halten sie nicht viel vom „mit der Leine gehen“, sind aber recht gut abrufbar. Falls wir in Richtung des anderen Dorfes gehen und bei Häusern vorbeikommen, kürzen die beiden manchmal unseren Weg ab, wobei ich mich immer frage, wie sie es schaffen in diesem Tempo durch die ganzen Stacheln und Steine zu laufen, ohne sich zu verletzen.
Aber sie können es einfach, da sie ein sehr dickes Fell haben und schon sehr geschickt sind 😉

Dann kommen Papa, Tiago, das Nerölchen und ich, gefolgt von Atlas, der sich angewöhnt hat, mit seiner rosa Schleppleine am Boden nachziehend, ein paar Meter hinter uns zu gehen und uns alle immer im Blick behält.

Nach so ausgefüllten Wandertagen wird am Abend „nur mehr“ der Sonnenuntergang von der Terrasse aus genossen:

Im nächsten Teil erzähle ich euch über das Strandleben in Griechenland!

Liebe Grüße
Eure Martina
Atlas, Tiago & Neroli

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2 Comments

  1. Wunderbar!
    Ich habe Gänsehaut am ganzen Körper! Meine Heimatstadt Kalamata sogar in deinem Bericht.
    Wir waren 2016 erstmalig mit unseren Windigen dort…es war unbeschreiblich.
    Vielen Dank für deine Fotos und den Bericht ❤️

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