Schöpfl Hund

Winterwanderung mit Hund – Che und Bono stapfen auf den Schöpfl

Meine Freundin Dukati und ich haben uns schon lange nicht mehr gesehen. Unsere Hunde Che und Bono dementsprechend auch nicht. Als ich Anfang Februar ein paar Urlaubstage habe, kann sie es sich so einteilen, dass wir eine gemeinsame Wanderung planen können. Sie wohnt in der Nähe von St. Pölten, ich in Baden – daher sollte das Ziel für uns ungefähr auf halber Strecke liegen. Durch ein Gespräch mit meiner Lieblings-Andrea kommen wir auf den Schöpfl.

Der Schöpfl wird’s.

Er ist der höchste Berg des Wienerwalds und hat stattliche 893 Höhenmeter.
Auf Wikipedia kann man nachlesen, dass auf seinem Gipfel drei Gemeinden (Klausen-Leopoldsdorf, Altenmarkt a.d. Triesting, Brand-Laaben) und zwei politische Bezirke (Baden und St. Pölten Land) aneinander grenzen.
Außerdem bildet der Schöpfl das Quellgebiet der folgenden Flüsse:

  1. Schwechat
  2. Triesting
  3. Große Tulln

Welche Route nehmen wir?

Wir verlassen uns auf den Tipp meiner Arbeitskollegin und haben vor, den Schöpfl über die Ostseite zu besteigen. Es gibt auch noch die Möglichkeiten von Laaben (Norden) oder vom Forsthof (Islandpferde Zentrum) aus, die höchste Erhebung des Wienerwalds zu bewandern.

Dukati und ich wollen vormittags noch einige Dinge erledigen, darum vereinbaren wir uns zur „High Noon“ um 12 Uhr mittags bei der Kreuzung Salygraben/Riesenbach (kurz hinter Klausen-Leopoldsdorf) zu treffen.

Nach einer längeren Schneepause haben wir genau den Tag erwischt, wo die Flocken nur so vom Himmel fallen und Frau Holle nicht aufhören will die Kissen auszubeuteln. JACKPOT!
Aber für Hundebesitzer gilt ja sowieso:
„Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Bekleidung!“
Von daher – keine Ausreden – so lange die Straßen befahrbar sind, machen wir das. Und Che habe ich es ja auch versprochen und seinen vorwurfsvollen Blicken könnte ich nichts entgegenbringen…

Der Weg.

Wir parken kurz vorm Salygraben, ziehen uns die Winterwanderschuhe und Bono sein Brustgeschirr an. Che freut sich, weil er sein Mäntelchen ausziehen darf. Beim Wandern nehm ich es nur im Rucksack mit, falls wir mal länger an Ort und Stelle bleiben. Der Senior bewegt sich am liebsten ohne Bekleidung!
Loop und Bandoggy trägt er ganz gerne (bilde ich mir zumindest ein…).

Ein kurzes Stück gehen wir neben der Riesenbach Straße bis wir rechts in den Salygraben einbiegen. Dort ist nach einigen 100 Meter noch einmal ein Parkplatz, der zum Gasthaus „Schöpflgitter“ gehört. Über eine angenehm breite Forststraße stapfen wir 4 durch den Neuschnee. Es knirscht unter den Füßen und es knistert im Mund. Weil wir uns viel zu erzählen haben, findet immer wieder eine Schneeflocke den Weg auf unsere Lippen 🙂

Zu Beginn ist der Weg eher flach, nimmt dann aber doch gleichmäßig an Steigung zu – ist jedoch für Familien und „Seniorenhunde“ gut zu bewältigen. Nur ich bin ganz schön außer Atem, wie der Lieblingsmensch feststellt als er mich anruft, um zu fragen wie’s uns geht. „Ja, wenn ich endlich ruhig bin und den Wald genieße, dann bekomm ich wieder genug Luft!“ Gesagt – getan und der Puls pendelt sich langsam ein.

Die Kreuzung.

Unter den verschneiten Bäumen geht es bis zu einer kleinen Lichtung, wo sich 4 Wege kreuzen. Wir sehen uns ein wenig um – mich interessiert was die Markierungen anzeigen. Ein Foto mit Che vor’m „Marterl“ muss auch noch sein. Unsere beiden Buben zeigen uns den Weg Richtung Schöpfl Schutzhaus an, als hätten wir ihnen ein GPS einprogrammiert. Fast gespenstisch wie sie wissen wo wir hin wollen…

Wir folgen also dem rechten Waldweg bis wir zu einer Wiese gelangen, von wo aus wir die Matras Warte erblicken. Die stählerne Aussichtsplattform lässt bei guter Sicht bestimmt einen grandiosen Ausblick auf den Wienerwald zu. Wir haben den Gipfel des Schöpfls erklommen, die Warte allerdings ausgelassen. Die Metallstiegen wollen wir unseren beiden Fellnasen nicht antun und wegen dem Schneegestöber ist kein Panoramablick zu erwarten.

Weiter geht’s zum Schöpfl Schutzhaus.

Im Februar hat das Schutzhaus nur an Wochenenden und Feiertagen geöffnet. Weil wir an einem Mittwoch unterwegs sind, bleibt die Tür verschlossen. Eine kleine Stärkung im Warmen wäre jetzt fein, aber wir haben gewusst worauf wir uns einlassen. Etwas gemächlicher gehen wir vorbei und biegen nach ein paar Minuten rechts in den Wald ab.

Fact Box – Schöpfl Schutzhaus
Lage: Niederösterreich, Wienerwald
Höhenmeter: 870
Ausstattung: 30 Lager
Winterraum vorhanden
Bewirtschaftung
Ab 6. Jänner ist der verbleibende Monat geschlossen!
Im Februar: nur an den Wochenenden bewirtschaftet.
März bis Dezember: Montag ist Ruhetag
(Falls Montag ein Feiertag ist, wird stattdessen der Dienstag zum Ruhetag)
Im Juli ist wegen Urlaub geschlossen.
genaue Infos bitte unter der Telefonnummer erfragen: 02673-8305

Zurück zum Ausgangspunkt.

Über einen sehr netten Waldweg gelangen wir zurück zur Kreuzung mit dem „Marterl“, biegen scharf links ab und gelangen wieder auf die breitere Forststraße. Die Hunde schnüffeln sich durch die weiße Pracht, holen sich ihre „Kekse“ ab und wir genießen die gemeinsame Zeit.

Beim Auto angekommen, werden Bono und Che trocken geriebelt und sicher verwahrt, wir verabschieden uns herzlich. Außerdem ziehe ich Che seinen Fleecemantel wieder an. He is not amused. Aber ich weiß, dass er es mir in ein paar Minuten danken wird 😉

Rundum war es ein wunderschöner, nicht all zu schwieriger Schneewandertag mit unseren geliebten Fellnasen!

Fakten zur Hundewanderung:

Zusammenfassung
Tempo: gemütlich
Gehzeit: 2:00 Std bergauf, 1:30 Std bergab.
Streckenlänge: 10 km
Höhenmeter: 476 m
Schöpfl Hund
Wegstrecke nicht ganz vollständig – 2.5 km fehlen ungefähr von Punkt G bis zu unserem Ausgangspunkt A

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2 Comments

  1. Hallo Babsi,
    das ist ein wirklich toller Tipp für einen Ausflug mit Hund. Bin immer wieder auf der Suche nach neuen Orten mit meiner Hündin. 🙂 Danke und liebe Grüße Claudia

    • Babsi Matzinger

      Hallo Claudia,
      freut mich, dass dir der Tipp gefällt! Ist auf jeden Fall einen Ausflug wert 😉
      Liebe Grüße Babsi