Dörrfleisch Hund

DIY – Hundesnacks: wie mache ich Dörrfleisch für meinen Hund?

Fast jeder Hundebesitzer braucht hie und da Leckerli. Die einen mehr, die anderen weniger. Da uns die Gesundheit unserer Vierbeiner wichtig ist, soll die Belohnung für die Fellnase auch noch gesund, fettarm und zuckerfrei sein.

Und wie weiß man genau was drinnen ist? In dem man es selber macht. Backen für 5 Hunde würde sich langfristig aber als sehr mühsam & aufwendig gestalten, darum sind wir auf Dörrfleisch gekommen!

Was ist Dörrfleisch?

Einfache Antwort: rohes Fleisch, welches durch Trocknen die Flüssigkeit entzogen bekommt, um so länger haltbar zu bleiben.

Wir sind schon etwas auf der Suche nach gesunden Leckerlis für unsere Hundereise Crew. Die Inhaltsstoffe auf den Verpackungen machen einen ja schon das ein oder andere Mal stutzig und im Endeffekt ist trotzdem unklar was drinnen ist. Wenn man wissen will was wirklich im Hunde-Snack ist, stellt man am besten selber her.

Die Idee kam eigentlich von den Schwiegereltern, denn die Dörren schon länger für Donna. So haben wir uns auch Dörrgeräte besorgt, um Atlas, Tiago, Neroli, Murphy & Archy mit gesunden Snacks zu verwöhnen. Dörren ist auch im Backofen bei niedrigen Temperaturen (50°- max. 70°) möglich, aber bietet uns zu wenig Fläche und der Geruch in der Wohnung wäre ja die reinste Folter für die Hunde 🙂

Leber und Herz von der Pute

Also wie gehen wir vor?

Beim nächsten Supermarkt Besuch halten wir Ausschau nach Aktionen in der Fleischtheke.

Welches Fleisch eignet sich zum Dörren?

Nach welchen Sorten suchen wir:

  1. Bevorzugt Putenbrüste
  2. Gefolgt von Hühnerfilets
  3. Herz und Leber von der Pute haben wir auch probiert
Dörrfleisch Hund
Links: Huhn | Rechts: Pute

Wir verwenden inzwischen am liebsten Putenbrüste, da diese am fettärmsten sind und sehr gut austrocknen. Hühnchen ist auch gut, ist aber doch ein wenig fettiger und der Output ist nicht so hoch. Innereien gibt es nicht so häufig, wird aber gerne angenommen (aufpassen – Leber kann zu Durchfall führen).

Aber erlaubt ist, was schmeckt und vertragen wird! Wir werden demnächst noch Wild verkosten. Rind, Ente, Hase, Pferd sind natürlich ebenfalls möglich. Schwein ist aufgrund der Möglichkeit des Aujeszky Virus nicht zu empfehlen.

Leber und Herz gedörrt
Links: Puten Leber | Rechts: Puten Herz

Welche Utensilien benötigen wir?

Zuhause angekommen wird das Fleisch ausgepackt, das Messer gezückt, das Schneidbrett gerichtet und die Gitter des Dörrgeräts bereit gelegt.

  • Messer
  • Schneidbrett
  • Dörrgerät
Schneidebrett und Messer

Wie schneide ich am besten?

Ich schneide die große Putenbrust zuerst längs der Fasern, je nach Breite in 3 – 4 „Würste“. Diese sind ca. 3-4x5x20 cm groß (abhängig vom Stück Fleisch).

Dann werden die Würste in dünne Scheiben filetiert. Wir schneiden also quer zur Faser, damit später, im getrockneten Zustand, ein Auseinanderbrechen der Stückchen leichter möglich ist. Dieses „Putenbrustcarpaccio“ wird, mit ein wenig Abstand zueinander, auf dem Rost drapiert.

Wie lange muss das Fleisch ins Dörrgerät?

Und dann geht’s auch schon los mit Dörren. Wir stellen das Gerät ins Freie (überdacht bzw. trocken), da die Fellnasen es sonst nicht mehr verlassen würden 😉

Dort bleibt es zwischen 12 und 16 Stunden – je nach Dicke der Stückchen. Wir checken in gewissen Abständen einfach die Konsistenz. Es sollte richtig hart und knackig sein. Dann ist das Fleisch wirklich ausgetrocknet und ein späteres Schimmeln wird vermieden.

Wenn ihr nicht so geduldig seid, könnt ihr das Dörrfleisch auch schon früher rausholen. Wenn es noch nicht knacke hart ist, solltet ihr allerdings darauf achten, dass es eure Hunde zügig konsumieren.

Und dann?

Wenn ich das Dörrgerät vom Balkon reinhole, werde ich nicht mehr aus den Augen gelassen!
Esst ihr auch so gerne warmen Kuchen? Dann könnt ihr wahrscheinlich nachvollziehen, dass die ersten, warmen Snacks die besten sind. Also runter vom Gitter und rein in den Hund – zumindest ein paar Stück 😉

Nicht erschrecken – durch den Flüssigkeitsentzug verliert das Fleisch natürlich einiges an Gewicht und gefühlt, ist das Ergebnis die Hälfte dessen, was man in den Dörrapparat gelegt hat. Abgewogen haben wir nicht, aber dieser Fakt erklärt, warum die im Handel erhältlichen Produkte relativ hochpreisig sind.

Aufbewahrung

Ich persönlich verwende luftdichte Glasbehälter und bin sehr zufrieden damit. Das getrocknete Fleisch sollte so aufbewahrt werden, dass möglichst wenig Feuchtigkeit hinzukommen kann. Der Kühlschrank ist nicht der geeignete Ort.

Hühnchen und Innereien werden vor dem Aufbewahren noch mit Küchenrolle abgetupft, um dass überschüssige Fett zu entfernen. Die Putenbrust darf einfach so ins Glas!

Wie lange das Dörrfleisch tatsächlich hält, können wir nicht sagen, da wir uns von Anfang an in einem „Ein-Wochen-Rhythmus“ eingependelt haben und jedes Wochenende neu produzieren.

Und wenn wir dann diese Leckereien beim Spaziergang mithaben, …
…wird man bedingungslos angehimmelt

Viel Spaß beim Nachmachen!
Habt ihr schon mal Dörrfleisch für euren Hund gekauft oder sogar selber gemacht?
Wie sind eure Erfahrungen damit?

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