3 hundefreundliche Ausflüge im Waldviertel, NÖ

Das mystische Waldviertel hat einiges für Hundehalter zu bieten. In diesem Beitrag haben wir euch ja bereits das wunderschöne Schlosshotel Rosenau als unsere Unterkunft vorgestellt. Heute zeigen wir euch 3 magische Ausflugsziele, welche ihr mit traumhaften Wanderungen verbinden könnt.

Zuerst besuchen wir den Ottensteiner Stausee. Dann folgt der Mandelstein an der tschechischen Grenze und zu guter Letzt kommt die Weltkugel in der Nähe von Groß Gerungs.

Unser 1. Ausflug

Der Ottensteiner Stausee

Wie ihr hier nachlesen könnt, sind die Naturstauseen im Herzen des Waldviertels bei der Publikums Voting Show „9 Plätze – 9 Schätze“ für Niederösterreich angetreten. Im Gesamtranking erreichten sie den 3. Platz. Nicht nur der Ottensteiner Stausee, sondern auch die beiden Kleineren – Dobra und Thurnberg – gehören dazu.

Der Lieblingsmann, die 2 Wauzis und ich parken am Campingplatz Lichtenfels nach nur 20 Minuten Fahrt. Da wir das einzige Auto am Parkplatz sind, gehört uns die Ruine heute wohl alleine. Herrlich! Und so ist es auch. Wir schlendern durch das Gelände des Campingplatzes bis dieses in einen Weg übergeht, der mit Herbstlaub bedeckt ist. Bevor wir 4 die Ruine erkunden, machen wir einen Schwenker nach rechts und gelangen über breite Stufen zum See.

Den Beinamen „Skandinavien des Waldviertels“ trägt der Stausee mit seinen fjordartigen Buchten zu Recht. Obwohl es fürs Plantschen bereits zu kühl ist, wird der einsame Strand von Murphy und Archie genauestens unter die Lupe genommen. Nachdem wir die Atmosphäre zu genüge genossen haben, geht es weiter.

Die Ruine Lichtenfels

Über die Holzbrücke betreten wir die ehemalige Höhenburg. Sie wurde rund um das Jahr 1150 auf einem bewaldeten Felskopf über dem linken Kampufer erbaut. Durch 3 Tore schreiten wir bis wir den Innenhof erreichen. Ein einziger Turm trägt noch ein Dach, denn dort befindet sich die Schlosskapelle des Heiligen Paulus. Sie war bis ins letzte Jahrhundert ein beliebtes Wallfahrtsziel.

 

Der Rundweg um die Ruine

Nachdem wir die zerfallenen Mauern besichtigt haben, biegen wir rechts ab und betreten einen kleinen, bewaldeten Weg. Er führt uns rund um die Ruine.

Ottensteiner Stausee
Ottensteiner Stausee

Auf der felsigen Anhöhe genießen wir noch die Aussicht auf den Stausee und essen gemeinsam ein Apferl, während auf der anderen Seite des Ufers die Boote winterfest gemacht werden.

Archie und das Apferl
Ruine Lichtenfels Ottensteiner Stausee
Tourdaten – Ruine Lichtenfels am Ottensteiner Stausee
Tourdaten

Tempo: langsam
Angegebene Gehzeit: ca. 25 Minuten
Unsere Dauer: ungefähr 2 Stunden 
Streckenlänge:
 1,4 km
Aufstieg: 30 hm
Abstieg: 
31 hm
Höchster Punkt: 
521 hm
Niedrigster Punkt:
 495 hm

Hundefacts:

  • Wanderung auf einfachem Weg bzw. Waldweg, bis auf einen kurzen Anstieg auf die Anhöhe.
  • Schöner Zugang zum Ottensteiner Stausee mit Sandbucht.
  • Ist am Wochenende und bei schönen Wetter ein sehr beliebtes Ausflugsziel mit und ohne Hund.
    Wir hatten es unter der Woche sehr ruhig.
  • Keine Wildsichtung, aber Gerüche vorhanden.

Unser 2. Ausflug

Weitra – älteste Braustadt Österreichs

Am Weg zu unserem heutigen Ziel legen wir einen kurzen Halt in Weitra ein. Diese mittelalterliche Kleinstadt hat einen hübschen Hauptplatz, der mit seinen diversen Fassaden glänzt und in Verzückung geraten lässt. Die Bewohner der Altstadt wirken allesamt entspannt, freundlich und gemütlich.

Der Mandelstein – Blick nach Tschechien

Über die Ortschaften Wultschau, Harbach und Maarbad fahren wir bis zum Parkplatz. Von dort sollen es nur 20 Minuten Aufstieg bis zur Aussichtsplattform sein. Sprich rauf und runter sollten in 45 gut machbar sein. Ich sags gleich: „Wir haben 2 Stunden gebraucht!“

„Warum?“
Weil wir den Wald in seiner reinsten Form wahrgenommen haben. Wir haben Fliegenpilze gefunden, in aller Ruhe Rehe beobachtet und auf dem weichsten Boden, auf dem ich je unterwegs war, herumgetrödelt.

Das Klanghäuschen

Ein niedliches Klanghäuschen liegt auf dem Weg, wo wir unsere musikalischen Talente ausprobieren. Archie und Murphy spenden nur begrenzt Applaus, obwohl ich mich so bemühe, und wenden sich wieder den wichtigen Dingen des Hundelebens zu.

Das Gipfelkreuz und die Aussichtsplattform

Mit Moos bewachsene Gesteine säumen die Strecke zur Gedenkstätte (Mahnmal der Vertreibung) und über einige weitere Felsbrocken gelangen der Lieblingsmann, Murphy, Archie und ich zum Gipfelkreuz des Mandelstein auf 874 m Höhe.

Von dort führt eine Holzbrücke zur Aussichtsplattform, die 2013 errichtet wurde. Wir richten den Blick ins Grenzgebiet von Österreich und Tschechien. Damit wir wissen was wir sehen, nutzen wir das (kostenlose) Fernrohr und die übersichtliche Tafel.

Blick von der Aussichtsplattform Mandelstein

Der Gipfelrundweg ist leider gesperrt, daher machen wir uns auf gleichen Weg zurück zum Auto. Fast genau so langsam wie bergauf 😉

Tourdaten – Mandelstein
Tourdaten

Tempo: langsam
Angegebene Gehzeit: ca. 28 Minuten
Unsere Dauer: ungefähr 2 Stunden 
Streckenlänge:
 1,4 km
Aufstieg: 50 hm
Abstieg: 
51 hm
Höchster Punkt: 
869 bzw. 874 hm
Niedrigster Punkt:
 819 hm

Hundefacts:

  • Wanderung vorwiegend auf Waldboden, gegen Ende einige Felsbrocken zum Gipfelkreuz.
  • Wir waren vollkommen alleine unterwegs, allerdings war es unter der Woche im Oktober.
  • Rehe gesichtet und viele Gerüche vorhanden.

Unser 3. Ausflug

Die Weltkugel

Am Abreisetag wollen wir noch einen Kraftplatz zum Runterkommen aufsuchen und so erreichen wir nach kurzer Strecke auf der Forststraße – ca. 1 km – die Weltkugel.

Der rundliche Härtling wiegt 500 Tonnen. In seiner energetisch positiven Zone liegen Bioinformationen, die elektromagnetische Belastungen aufheben können.

Da ich schon lange diese mit Moos bedeckten „Hinkelsteine“ sehen wollte, sauge ich das Flair dieses Orts in mich auf und genieße einfach den Moment.

Weltkugel Groß Gerungs
Tourdaten – Weltkugel bei Groß Gerungs
Tourdaten

Tempo: langsam
Angegebene Gehzeit: ca. 34 Minuten
Unsere Dauer: ungefähr 1 Stunde
Streckenlänge:
 1,9 km
Aufstieg: 59 hm
Abstieg:
60 hm
Höchster Punkt: 
699 hm
Niedrigster Punkt:
 661 hm

Hundefacts:

  • Wanderung überwiegend auf Waldweg.
  • Auch hier waren wir vollkommen alleine unterwegs, allerdings war es unter der Woche im Oktober.
  • Wir hatten keine Wildsichtung, aber es waren viele Gerüche vorhanden.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass alle 3 Ausflugsziele sehr zu empfehlen sind
und wir mit Sicherheit wieder ins Waldviertel kommen werden.

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