Urlaub in Kostrena mit Hund, Kroatien

Manchmal ist es einfach Zeit für eine Auszeit am Meer, oder? Mein Lieblingsmensch, unsere Fellnase Murphy, seine „Cousine“ June und ich haben unsere Koffer (und jede Menge Hundefutter) eingepackt und uns auf den Weg nach Kroatien gemacht. Eine Woche lang haben wir die wunderschöne Kvarner Bucht und das grüne Hinterland unsicher gemacht.

Unser „Basislager“ war in Kostrena, einem kleinen Vorort direkt vor den Toren Rijeka’s. Wenn du wissen willst, wie unser Ausflugsprogramm ausgesehen hat und wie hundefreundlich Kroatien ist, dann findest du es in diesem Blogpost!

Unsere Unterkunft in Kostrena: Airbnb bei Rudi

Gefunden haben wir unser gemütliches Zuhause auf Zeit über Airbnb. Unser Gastgeber Rudi ist nicht nur ein kreativer Künstler, sondern hat früher auch Französische Bulldoggen gezüchtet. Das war uns natürlich sofort sympathisch! Die Ferienwohnung war liebevoll dekoriert mit Elementen, wie Frenchie-Kunstwerken, wunderschön verzierten Tellern, Schüsseln und Blumentöpfen, die Rudi selbst gestaltet hat.

Die Wohnung bzw. besser gesagt der Bungalow lag ein Stück den Berg hinauf, wodurch wir von der großen Terrasse einen sensationellen Ausblick auf die Adria hatten. Abends dort zu sitzen und der Abendstimmung und dem Sonnenuntergang zuzusehen, war einfach herrlich!

Es hat uns an nichts gefehlt:

  • Eine kleine, aber feine und mit allem wichtigen ausgestattete Küche.
  • Ein gemütliches, großzügiges Sofa zum Kuscheln.
  • Ein buntes Badezimmer.
  • Ein super bequemes Bett.
  • Und eine gut funktionierende funktionierende Klimaanlage, was bei den sommerlichen Temperaturen kein unwichtiges Detail war.

Der Garten-Check mit Murphy: Wir durften den großen Garten mitbenutzen. Wer unseren Murphy kennt, weiß, dass er nicht unbedingt der sozialste Hund unter der Sonne ist. Aber das Coole war: Rudis eigene zwei Frenchies und unsere beiden sind sich im Garten kaum begegnet. Alles verlief total entspannt und unkompliziert!

Tag 1: Auf den Spuren der Römer in Jelenje und Grobnik

Unseren ersten vollen Tag (Dienstag) starteten wir mit einem Ausflug, den mein Lieblingsmensch herausgesucht hatte. Es ging nach Jelenje zum Claustra Alpium Iuliarum.

Der Zauber der antiken römischen Mauer

Das Claustra Alpium Iuliarum ist ein spätrömisches Verteidigungssystem, das im 3. bis 5. Jahrhundert die Zugänge nach Italien sicherte. Die Anlage zieht sich über mehr als 30 Kilometer durch Kroatien und Slowenien und gilt als eines der größten römischen Bodendenkmäler der Region.

Was mich hier aber völlig sprachlos gemacht hat, waren gar nicht die alten Steine, sondern die Natur: Ich habe schon seit Ewigkeiten nicht mehr so viele Schmetterlinge an einem einzigen Ort gesehen! Unzählige zitronengelbe und wunderschöne schwarz-weiße Falter tanzten förmlich um uns herum.

  • Hundetipp: Der Spaziergang entlang der Mauer ist keine lange Strecke und auch bei warmen Temperaturen absolut machbar, da man gemütlich im eigenen Tempo hin und zurück schlendern kann. Wasser für die Hunde mitnehmen, macht natürlich Sinn 😉

Nach unserer Schmetterlings-Runde sind wir zurück in den Ort Jelenje gefahren, haben kurz die Kirche des Heiligen Michael bewundert und uns dann auf den Weg zur Burg Grobnik gemacht.

Kultur pur auf der Burg Grobnik

Auf der Burg Grobnik angekommen, waren wir, trotz brennender Lichter und einer kleinen Bilderausstellung im Inneren, komplett allein. Neben der Burg steht die charmante Kirche des heiligen Philipp und Jakob. Wir haben die geschichtsträchtige Atmosphäre zwischen alten Stein-Fresken und Skulpturen aufgesaugt und uns unter einer riesigen, schattenspendenden Linde ausgeruht, während wir den fantastischen Blick ins Land hinein genossen haben.

Am Abend ging es auf Empfehlung unseres Gastgebers Rudi in die Pizzeria Paris in Kostrena und die Pizzen waren es eindeutig wert.

Tag 2: Ab zum türkisen See Lokve

Am Mittwoch hieß es weiter hinein ins Landesinnere – ins grüne Herz Kroatiens! Unser Ziel war der See Lokve (Lokvarsko jezero), der rund 45 bis 50 Minuten Fahrtzeit von unserer Unterkunft entfernt liegt.

Ein echtes Naturparadies

Der See Lokve ist zwar ein künstlich angelegter See, fügt sich aber wunderschön malerisch in die Landschaft ein. Das Wasser schimmert in den herrlichsten Grün- und Türkistönen und ist glasklar.

Gleich zu Beginn ist der See sowohl für Hunde als auch Menschen gut zugänglich. So haben sich Murphy und auch ein wenig June (ihr reichen nasse Pfotenspitzen) nach der Anfahrt kurz abgekühlt und dann ging es für uns am nordöstlichen Ufer entlang.

Entlang des Ufers wächst streckenweise eine fast urzeitlich wirkende Flora. Die Farne waren einfach größer als ich selbst! Was jetzt nicht sooo schwierig ist, aber trotzdem bemerkenswert 😉

Wir haben riesige Fische im Wasser entdeckt und sogar ein paar gelb-orangene Fliegenpilze am Wegesrand bewundert. Murphy, unser kleiner Abenteurer, hat sogar eine eigene kleine, frische Quelle aufgespürt, die munter den Hang hinab plätscherte.

Die komplette Runde um den See wäre 17 km lang gewesen, das war uns zu viel, also sind wir nach ca. 3km auf demselben Weg wieder zurück gewandert. Aber erst nach dem ich mir eine Abkühlung im kühlen Nass gegönnt habe. Am Rückweg sind wir im Restaurant Eva direkt auf der Seestraße eingekehrt. Kulinarisch sehr zu empfehlen, hundefreundlich und sehr freundlicher Service.

  • Fun Fact für Film-Fans:

Ganz in der Nähe, im Bergort Fužine, wurde übrigens 2015 die RTL-Neuverfilmung „Winnetou – Der Mythos lebt“ gedreht: Die Tropfsteinhöhle Vrelo diente als Schatzhöhle am Silbersee, im Wald daneben stand eigens die Westernstadt „Roswell City“, deren Überreste man noch immer besuchen kann.

Infos zur Tour am See Lokve:

  • Länge & Dauer: Eine komplette Seeumrundung misst 17 Kilometer. Das war uns persönlich mit den Hunden zu lang. Wir sind daher gemütlich an der Nordseite entlang gewandert, so lange wir wollten und dann denselben Weg wieder zurückgegangen.
  • Hundefreundlichkeit: Das Ufer ist für Hunde an vielen Stellen leicht zugänglich. Und auch für uns Zweibeiner gibt es immer wieder idyllische kleine Buchten. Von daher von uns das Prädikat: Perfekt Hundetauglich!

Tag 3: Frühstücksliebe, die Insel Krk & antike Ruinen

Der Donnerstag startete wunderbar gemütlich. Wir haben uns ein feines Frühstück in der Beach Bar Kota direkt in Kostrena am Meer gegönnt. Während wir Kaffee, Cola und super leckere Sandwiches genossen, flitzten kleine, süße Eidechsen an uns vorbei und haben sich sonnen lassen.

Strandabenteuer auf Krk

Frisch gestärkt ging es über die Brücke auf die Insel Krk. Unser Plan war ein entspannter Badeausflug! Dies gestaltete sich anfangs als kleine Herausforderung, da wir nicht genau wussten, wo wir hin sollten. Offizielle Hundestrände sind mit unserem Murphy manchmal etwas stressig. Doch nach ein bisschen Suchen haben wir ein perfektes, ruhiges Plätzchen gefunden, an dem wir alle ungestört im Meer planschen und abkühlen konnten.

Danach stand folgendes auf dem Programm:

  1. Eisstopp in Omišalj: Im malerischen Hafen von Omišalj haben wir uns ein fantastisches, cremiges Eis geholt.
  2. Fulfinum Mirine: Und ein Stückchen weiter liegen die Ruinen von Fulfinum Mirine. Reste einer antiken römischen Stadt und einer frühchristlichen Basilika aus dem 5. Jahrhundert. Obwohl online stand, dass die Anlage geschlossen ist, konnten wir wunderbar außen herum spazieren. Die Schwingung und die Energie an diesem geschichtsträchtigen Ort direkt am Meer waren wirklich imposant und magisch!

Tag 4: Urbaner Charme in Rijeka & die Hunde absolut willkommen!

Am Freitag stand eine Stadttour durch Rijeka auf dem Plan. Wir schlenderten gemütlich durch die wunderschöne Altstadt und machten zwei tolle Stopps:

  • Kaffeepause: Im modernen Coffee Shop Marsecchia gab es für uns exzellenten Specialty Coffee.
  • Mittagessen: In einer kleinen, süßen Pasta-Bar in der Gasse Richtung Kathedrale durften die Hunde sogar mit hinein ins Lokal, wo wir uns frischgemachte Nudeln schmecken ließen.

Aus unserer Erfahrung ist Kroatien sehr hundefreundlich und wir haben ausschließlich zuvorkommende Reaktionen erlebt, teils sogar Wasserschalen ganz selbstverständlich rausgestellt bekommen. Ein schöner Vormittag in einer schönen Altstadt.

Tag 5: Das kaiserliche Opatija & Abschied im Mondschein

Eigentlich hätten wir bis Sonntag bleiben können, aber da die Temperaturen für die darauffolgenden Tage extrem ansteigen sollten, haben wir uns spontan dazu entschieden, die Heimreise in der Nacht von Samstag auf Sonntag anzutreten. Das ist für die Hunde beim Autofahren einfach viel angenehmer und stressfreier.

Den Samstag nutzten wir aber noch für ein echtes Highlight: Opatija!

Das „Nizza von Kroatien“

Opatija ist weltbekannt als traditioneller, heilklimatischer Kurort aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie. Die Stadt versprüht einen unheimlich eleganten, grünen Charme mit riesigen Parkanlagen, prächtigen kaiserlichen Villen und historischen Grand Hotels.

Wir sind mit den Hunden durch den Angiolina-Park spaziert, haben die Villa Angiolina bestaunt und sind dann die Strandpromenade Lungomare entlang, vorbei an der Kirche des Heiligen Jakob bis zur berühmten Statue „Mädchen mit der Möwe“, welches das Wahrzeichen der Stadt ist.

Zum Abschluss gab’s einen späten Brunch in einem der Hotels. Dank des vielen Schattens der alten Bäume und reichlich Trinkpausen war der Ausflug trotz der Wärme auch für Murphy und June absolut entspannt.

Unser Fazit zur Kvarner-Bucht

Kroatien mit Hund ist für uns ein absolutes Ja! Die Region rund um Rijeka, Kostrena und die Insel Krk hat uns mit ihrer Vielseitigkeit komplett verzaubert. Die Kombination aus ruhigen Küstenorten, dem erfrischend grünen Bergland von Gorski Kotar und der unglaublichen Hundefreundlichkeit der Einheimischen macht diese Ecke zu einem perfekten Urlaubsziel für aktive Hundebesitzer.

Wir kommen definitiv wieder, um noch mehr von dieser traumhaften Küste zu erforschen!

Warst du mit deiner Fellnase auch schon mal in Kroatien unterwegs oder hast du Tipps für tolle Hundestrände in der Kvarner Bucht? Schreib es mir, ich freue mich auf deine Erfahrungen! 🐾

Unseren ersten Trip nach Kroatien mit Murphy kannst du hier nachlesen.

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